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            <title>Landesdelegiertenrat 13.04.2024: Anträge</title>
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                <title>Landesdelegiertenrat 13.04.2024: Anträge</title>
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                        <title>V4: Grundsteuerreform jetzt nachjustieren – Wohnen muss bezahlbar bleiben</title>
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                        <author>Landesdelegiertenrat Grüne MV (dort beschlossen am: 13.04.2024)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Am 01.01.2025 tritt die neue Grundsteuer in Kraft. Erste Prognosen zu den Auswirkungen der Grundsteuerreform in Mecklenburg-Vorpommern zeigen ein erhöhtes Steueraufkommen bei Wohngrundstücken sowie ein reduziertes Steueraufkommen bei Gewerbegrundstücken. Diese erwartete Verschiebung des Steueraufkommens in Mecklenburg-Vorpommern steht im Einklang mit Berichten aus anderen Bundesländern, welche bei der Grundsteuer ebenfalls auf das Bundesmodell setzen. Praktisch bedeutet dies, das es auch bei der politisch versprochenen aufkommensneutralen Umsetzung der Grundsteuerreform zu einer Verteuerung von Wohnen kommt. Angesichts der in den letzten Jahren gerade in den Städten beobachteten Situation von steigenden Mieten aufgrund von Wohnungsmangel, verschärft eine weitere Verteuerung von Wohnen die soziale Spaltung im Land. Die Kommunen, welche sich zur aufkommensneutralen Umsetzung der Reform verpflichtet haben, stehen dieser Entwicklung bisher machtlos gegenüber.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die einfachste Lösung, die Verteuerung von Wohnen zu verhindern, ist eine bundeseinheitliche Anpassung der Steuermesszahlen, wie sie im Saarland und in Sachsen bereits im Rahmen der Länderöffnungsklausel umgesetzt wurden. Beide Bundesländer haben bereits 2021 die Verteilungswirkung erkannt und die Steuermesszahlen für Nichtwohngrundstücke angepasst. Die Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern hat es versäumt, hier rechtzeitig tätig zu werden. Die Kommunen werden damit bis heute mit den Auswirkungen der Grundsteuerreform alleine gelassen, ohne selbst steuernd eingreifen zu können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Zeit drängt. Um jetzt doch noch eine stärkere Besteuerung von Wohnen zu vermeiden, bleibt nur die Einführung getrennter Hebesätze für Gewerbe- und Wohngrundstücke. Damit ermöglichen wir Kommunen, auf die individuell sehr unterschiedlichen Auswirkungen der Grundsteuerreform zu reagieren und stärken die kommunalen Finanzverwaltungshoheit</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Aktuell gibt es bereits acht verschiedene Grundsteuermodelle in den Bundesländern. Jede weitere Differenzierung führt unweigerlich zu mehr Bürokratie. Die Ermöglichung der Einführung getrennter Hebesätze muss daher als bundeseinheitliche Lösung umgesetzt werden, um eine weitere Zersplitterung der Grundsteuerverfahren zwischen den Ländern zu vermeiden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als Landesverband Mecklenburg-Vorpommern Bündnis 90/Die Grünen fordern wir daher die Landesregierung auf, sich umgehend für eine bundeseinheitliche Regelung einzusetzen, welche Kommunen die Einführung getrennter Hebesätze für unbebaute Grundstücke, Wohngrundstücke und Nichtwohngrundstücke erlaubt.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Mecklenburg-Vorpommern hat sich ebenso wie Berlin, Brandenburg, Bremen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen bei der Umsetzung der Grundsteuerreform für eine Anwendung des Bundesmodells entschieden. Die Frist für die Abgabe der Erklärung des Grundsteuerwerts war der 31.01.2023. Aus ersten Kommunen liegen inzwischen Statistiken vor, wie sich die Messbeträge für die einzelnen Grundstückarten im Vergleich zum alten Grundsteuermodell verändert haben. Der Oberbürgermeister von Schwerin hat sich mit einem entsprechenden Bericht bereits an die Presse gewandt (1). Auch die Zahlen für Rostock zeigen die Tendenz, dass das Wohnen durch die Grundsteuerreform teurer wird. Aus anderen Kommunen sind ähnliche Zahlen zu erwarten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Damit ergibt sich eine Verschiebung des Grundsteueraufkommens von Nichtwohngrundstücken zu Wohngrundstücken. Die Bundesländer Sachsen und das Saarland haben bereits im Jahr 2021 entschieden bei der Bewertung der Grundstücke zwar auf das Bundesmodell zu setzen, die Steuermesszahlen jedoch in einer Landesregelung anzupassen. So gelten im Saarland für nicht überwiegend Wohnzwecken dienende Grundstücke Steuermesszahlen von 0,064 % (Sachsen: 0,072%) , während beim Bundesmodell dort Steuermesszahlen von 0,034 % gelten. Die Steuermesszahlen für überwiegend zu Wohnzwecken genutzte Grundstück sind im Saarland 0,034 %, in Sachsen 0,036 % und im Bundesmodell 0,031%. Entsprechend der Formel Grundsteuerwert x Steuermesszahl x Hebesatz = Grundsteuer ergeben sich so höhere Grundsteuerwerte für Nichtwohngrundstücke, wodurch bei Umsetzung der angekündigten Aufkommensneutralität die Verschiebung des Steueraufkommens von Wohn- zu Nichtwohngrundstücken stark reduziert ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Für eine Anpassung der Steuermesszahlen in Mecklenburg-Vorpommern ist die Zeit jedoch abgelaufen, da die sich der von den Finanzämtern berechnete Steuermesswert als Grundsteuerwert x Steuermesszahl berechnet. Eine Änderung der Steuermesszahl würde also alle bisher verschickten Messwertbescheide hinfällig machen. Damit ist eine Umsetzung der Grundsteuerreform zum 01.01.2025 nicht mehr realisierbar. Um die Verteuerung von Wohnen zu verhindern ohne die Aufkommensneutralität zu gefährden bleibt damit allein die inzwischen auch von NRW geforderte Ermöglichung getrennter Hebesätze (2).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>1: <a href="https://www.svz.de/lokales/schwerin/artikel/neue-grundsteuer-macht-wohnen-in-schwerin-teurer-46566080">https://www.svz.de/lokales/schwerin/artikel/neue-grundsteuer-macht-wohnen-in-schwerin-teurer-46566080</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>2: <a href="https://www.n-tv.de/regionales/nordrhein-westfalen/NRW-Finanzminister-will-Anderung-bei-Grundsteuer-article24818780.html">https://www.n-tv.de/regionales/nordrhein-westfalen/NRW-Finanzminister-will-Anderung-bei-Grundsteuer-article24818780.html</a></p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 13 Apr 2024 12:11:48 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>V3: Schulsozialarbeit finanziell auf sichere Beine stellen </title>
                        <link>https://ldr2024.antragsgruen.de/ldr2024/schulsozialarbeit-finanziell-auf-sichere-beine-stellen-51603</link>
                        <author>Landesdelegiertenrat Grüne MV (dort beschlossen am: 13.04.2024)</author>
                        <guid>https://ldr2024.antragsgruen.de/ldr2024/schulsozialarbeit-finanziell-auf-sichere-beine-stellen-51603</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Landesdelegiertenrat beauftragt die Landtagsfraktion sich dafür einzusetzen, dass die Schulsozialarbeit im Land Mecklenburg Vorpommern als Pflichtaufgabe etabliert wird, um die langfristige Finanzierung sicher zustellen.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Schulsozialarbeit ist die intensivste Form der Kooperation von Jugendhilfe und Schule. In Deutschland sind seit 2010 alle Schulen an dieser Form der Zusammenarbeit beteiligt. Da die Schulsozialarbeit bisher nicht als Pflichtaufgabe eingestuft ist, sind die Stellen nicht nachhaltig ausfinanziert. Die ESF Finanzierung ist befristet und das bedeutet, dass der finanzielle Anteil der Kommunen immer weiter steigt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Der Bedarf an Schulsozialarbeit ist in den Jahren während und nach Corona stetig angestiegen. Kinder und jugendliche Heranwachsende haben während dieser Zeit ein erhöhtes Stresslabel aufgebaut, was die Zahl der benötigten Stellen weiter ansteigen lässt. Ich bitte um Zustimmung für diesen Antrag, denn unsere Schülerinnen und Schüler haben die bestmögliche Unterstützung und Wertschätzung verdient. Sie sind das Rückgrat unserer Gesellschaft.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 13 Apr 2024 12:04:53 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>V2_modÜ: Chancen, Risiken und Folgen aller Züchtungstechniken nach wissenschaftlichen Kriterien gleichberechtigt prüfen – Wahlfreiheit sichern!</title>
                        <link>https://ldr2024.antragsgruen.de/ldr2024/chancen-risiken-folgen-zuechtungstechniken-56076</link>
                        <author>Landesdelegiertenrat Grüne MV (dort beschlossen am: 13.04.2024)</author>
                        <guid>https://ldr2024.antragsgruen.de/ldr2024/chancen-risiken-folgen-zuechtungstechniken-56076</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Landesverband Bündnis 90/Die Grünen Mecklenburg-Vorpommern setzt sich mit seinen Gremien dafür ein, dass Chancen, Risiken und Folgen aller Züchtungsverfahren nach wissenschaftlichen Kriterien unabhängig von der Züchtungsmethode geprüft werden. Insbesondere braucht es eine Betrachtung der ökologischen Auswirkungen, zum Beispiel über ein Umweltmonitoring.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir unterstützen die Bestrebungen des Europäischen Parlaments für eine evidenzbasierte Regulierung von Pflanzen, die mithilfe neuer genomischer Techniken gezüchtet wurden, dabei sind uns folgende Aspekte wichtig:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>1 Vorsorgeprinzip</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Vorsorgeprinzip ist für uns ein wichtiger Maßstab bei der Bewertung von allen Technologien, um Gefahren für Mensch und Umwelt soweit wie möglich auszuschließen. Es gilt daher, Zulassungsverfahren mit Risikoprüfungen auf umfassender wissenschaftlicher Basis anzuwenden. Entsprechend braucht es eine Stärkung der Risiko- und Nachweisforschung. Das Vorsorgeprinzip fordert in der europäischen Definition von 2000 eine möglichst umfassende wissenschaftliche Bewertung und dabei auch eine Ermittlung des Ausmaßes der wissenschaftlichen Unsicherheit. Die nationale, europäische und internationale Wissenschaft ist eindeutig: Entscheidend für die Betrachtung der Risiken ist der Organismus und nicht sein Herstellungsprozess.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>2 Koexistenz und Wahlfreiheit</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Landwirtschaftlichen Betrieben, die gentechnikfrei wirtschaften wollen, muss ermöglicht werden, dies sicher tun zu können. Mit Haftungs- und Abstandsregeln sowie einer Kennzeichnungspflicht wollen wir Koexistenz und Wahlfreiheit sichern. Zudem wollen wir, dass sich bestimmte Zonen als gentechnikfrei erklären können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>3 Forschung</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Zuge der Klimafolgenanpassung müssen die Erforschung und Entwicklung agrarökologischer Systeme und Anbaumethoden, sowie ihre regionale Anpassung und Umsetzung im Kampf gegen Klimawandel, Krankheiten, Trockenheit, Vernässung oder Versalzung forciert werden. Auch Mecklenburg-Vorpommern trägt dabei die Verantwortung, die Landesforschung auskömmlich zu finanzieren, sodass auch eine Beteiligung an bundesweiten Forschungsprojekten möglich ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Erhaltung, Verbesserung und Zugänglichkeit von vielfältigem Saatgut muss durch mehr staatliche Forschung und Förderung von robusten, standort- und klimaangepassten Sorten langfristig gesichert werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Unser Ziel bleibt, dass nachhaltige Innovationen in der europäischen Landwirtschaft ermöglicht werden. Insbesondere über öffentlich finanzierte Forschung werden wir die Chancen und Risiken neuer Pflanzensorten für eine nachhaltige Landwirtschaft untersuchen. Die gleichberechtigte Erforschung aller Züchtungsmethoden bietet Chancen für eine deutlich schnellere Entwicklung resilienter, klimaangepasster Sorten und höhere Erträge.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 13 Apr 2024 11:55:03 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>L1: Demokratie verteidigen - Rechtsextremismus und soziale Ungleichheit bekämpfen</title>
                        <link>https://ldr2024.antragsgruen.de/ldr2024/demokratie-verteidigen-rechtsextremismus-und-soziale-ungleichheit-be-54436</link>
                        <author>Landesdelegiertenrat Grüne MV (dort beschlossen am: 13.04.2024)</author>
                        <guid>https://ldr2024.antragsgruen.de/ldr2024/demokratie-verteidigen-rechtsextremismus-und-soziale-ungleichheit-be-54436</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Viele Millionen Menschen haben in den vergangenen Wochen für unsere Demokratie und gegen Rechtsextremismus demonstriert. Auch in Mecklenburg-Vorpommern waren von den großen Städten bis in die Dörfer tausende Menschen auf der Straße, um sich gegen das zu positionieren, was seit Jahren unser gesellschaftliches Miteinander vergiftet und immer offener zutage tritt: rassistische Übergriffe, demokratiefeindliche Äußerungen und bewaffnete Rechtsextreme, die einen Umsturz planen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir solidarisieren uns mit diesen Protesten und leiten daraus einen politischen Handlungsauftrag ab. Wir bekämpfen einerseits die gefestigten rechtsextremen Strukturen wirkungsvoll und gehen gleichzeitig die Herausforderungen an, die ihm Nährboden bieten. Denn die soziale Ungleichheit, die gerade in Mecklenburg-Vorpommern mit den Städten mit der höchsten Segregation, den niedrigsten Löhnen und zum Teil abgehängten Dörfern sichtbar wird, befeuert die Zustimmung zu Populismus und Autoritarismus.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zwei Bereiche, sich ausbreitender Rechtsextremismus und soziale Ungleichheit, die sich bedingen und die jeder für sich politisch beantwortet werden müssen, um Sicherheit zu geben. Wir müssen unsere demokratischen Institutionen sichern und schützen und der Verunsicherung in der Bevölkerung entgegenwirken, um den rechtsextremen, demokratiefeindlichen Erzählungen endlich den Nährboden zu entziehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Landesdelegiertenrat von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Mecklenburg-Vorpommern beschließt:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern die Landesregierung dazu auf</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>I.</strong><strong> Demokratie stärken und Rechtsextremismus bekämpfen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Gesamtstrategie gegen Rechtsextremismus erarbeiten</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li>eine ressortübergreifende Gesamtstrategie gegen Rechtsextremismus zu erarbeiten und regelmäßig fortzuschreiben: Alle zur Verfügung stehenden rechtsstaatlichen Mittel sind einzusetzen, um gegen eine weitere Ausbreitung und die fortschreitende Radikalisierung der rechtsextremen Szene vorzugehen.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Rechtsstaatliche Mittel gegen die AfD und ihr Umfeld ausschöpfen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li>sich im Bundesrat für eine umfassende Prüfung der Erfolgsaussichten eines AFD-Verbotsverfahrens vor dem Bundesverfassungsgericht und, wenn möglich für dessen Einleitung, einzusetzen und sich mit der gesamten Landesregierung zur Verfügung stehenden Material aktiv an der Prüfung der Erfolgsaussichten zu beteiligen,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li>Vereinsverbote von Vorfeldorganisationen der AfD wie z.B. der Identitären Bewegung oder der Jungen Alternative zu prüfen,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="4"><li>Finanzierungsströme im Rechtsextremismus konsequent offen zu legen und alle rechtlichen Mittel auszuschöpfen, diese zu unterbinden,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="5"><li>Strategien von und Gefahren durch rechtsextremistische Akteur*innen klar zu benennen und die Öffentlichkeit darüber aufzuklären,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="6"><li>eine Änderung des Landesverfassungsschutzgesetzes vorzunehmen, die dem Verfassungsschutz die so genannte Verdachtsberichterstattung gestattet, diesem also erlaubt, die Öffentlichkeit über eine Einstufung der AfD als rechtsextremer Verdachtsfall zu informieren,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Sicherheitsbehören modernisieren, rechte Bedrohungen zurückdrängen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="7"><li>dafür zu sorgen, dass sich der Rechtsextremismus als größte Gefahr für unsere Demokratie auch in der Schwerpunktsetzung und der Stellenorganisation der Sicherheitsbehörden widerspiegelt,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="8"><li>die Sicherheitsbehörden unseres Landes dazu zu befähigen, rechtsextreme Netzwerke und Strukturen schneller zu erkennen, sie umfassend zu analysieren und konsequent aufzulösen,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="9"><li>zu verhindern, dass V-Leute ihre Tätigkeit beziehungsweise zur Verfügung gestellte Ressourcen als Strukturhilfe für die rechtsextreme Szene missbrauchen,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="10"><li>nicht vollstreckte Haftbefehle gegen Rechtsextreme zeitnah zu vollstrecken,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="11"><li>eine unabhängige „Forschungsstelle Demokratie” einzurichten, die wissenschaftliche Analysen demokratiefeindlicher und -gefährdender Bestrebungen erarbeitet, der Öffentlichkeit durch Publikationen und Bildungsangebote zugänglich macht und somit auch dem Verfassungsschutz eine wissenschaftsbasierte Grundlage für seine Aufgaben bietet,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="12"><li>die Erstellung eines periodischen Sicherheitsberichts gesetzlich zu verankern, um über eine verstärkte Dunkelfeldforschung weitere Erkenntnisse zu der Entwicklung der Fallzahlen bei rassistisch und antisemitisch motivierten Straftaten zu erlangen,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="13"><li>für eine konsequente Entwaffnung bekannter Rechtsextremist*innen in Mecklenburg-Vorpommern zu sorgen und sich hierfür unter anderem auf Bundesebene für eine Verschärfung des Waffengesetzes einzusetzen, bei der insbesondere der bisherige Regelversagungsgrund der verfassungsfeindlichen Betätigung zu einem absoluten Versagungsgrund nach § 5 Absatz 1 des Waffengesetzes heraufgestuft wird,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Staatliche Institutionen vor Verfassungsfeind*innen schützen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="14"><li>im öffentlichen Dienst, unter anderem durch eine Änderung des Landesdisziplinargesetzes, Mechanismen einzurichten, die eine kontinuierliche Überprüfung der Verfassungstreue von Bediensteten gewährleisten, mit dem Ziel, Verfassungsfeind*innen aus dem öffentlichen Dienst konsequent zu entlassen</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="15"><li>zu prüfen, durch welche gesetzgeberischen Maßnahmen die Unabhängigkeit des Landesverfassungsgerichts nachhaltig geschützt werden kann, und dem Landtag zeitnah einen entsprechenden Vorschlag zu unterbreiten,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Rechte von Betroffenen rechter Gewalt schützen und ausbauen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="16"><li>die Förderung von Melde- und Anlaufstellen für Betroffene rechter Gewalt und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit zu verstetigen und auszubauen,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="17"><li>nach dem Beispiel Brandenburgs ein Bleiberecht für Betroffene von rassistischen, rechtsextremistischen und fremdenfeindlichen Gewalttaten zu schaffen und zu diesem Zweck die Ausländerbehörden im Erlasswege anzuweisen, Abschiebungen nach § 60a Absatz 2 Satz 3 des Aufenthaltsgesetzes in diesen Fällen auszusetzen,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Aufarbeitung und Erinnerung ausweiten</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="18"><li>die Förderung der Aufarbeitungs-, Erinnerungs- und Gedenkstättenarbeit auszubauen,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="19"><li>sich umfassend an der lückenlosen Aufklärung der rechtsextremen Gewalttaten des NSU zu beteiligen, für das Versagen der Sicherheitsbehörden eine Mitverantwortung zu übernehmen und daraus Lehren für die künftige Sicherheitsarchitektur zu ziehen,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Rechte von Menschen mit Migrationsgeschichte ausbauen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="20"><li>im Integrations- und Teilhabegesetz für die Kommunen verpflichtende Regelungen über die Einrichtung von kommunalen Beiräten für Migration und Integration und die Benennung von kommunalen Integrationsbeauftragten vorzusehen,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="21"><li>sich zum neuen Einbürgerungsrecht des Bundes zu bekennen und nach dem Beispiel Hessens die Förderung der Einbürgerung als Aufgabe der Landesregierung im Integrations- und Teilhabegesetz festzuschreiben,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>II. </strong><strong>Demokratiefeindlichkeit mit einer Stärkung der sozialen Infrastruktur begegnen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Arbeit fair bezahlen und Armut abwenden</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="22"><li>geeignete Maßnahmen auf Landesebene zu ergreifen, mit denen die Armut in Mecklenburg-Vorpommern, insbesondere die Armut von Kindern und älteren Mitgliedern der Gesellschaft, zeitnah und deutlich reduziert werden kann,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="23"><li>sich für eine umfassende Tarifbindung und gute Löhne einzusetzen,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="24"><li>sich für ein sanktionsfreies Bürgergeld einzusetzen,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Demokratische Kultur stärken</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="25"><li>die Förderung von Demokratieprojekten zu verstetigen und auszubauen,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="26"><li>Medien- und Digitalkompetenz sowohl in den Schulen vertiefend zu vermitteln als auch umfassend in der Erwachsenenbildung zu integrieren, unter anderem, um als Gesellschaft mit Desinformation und Fake-News einen demokratischen Umgang zu finden</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="27"><li><p>die demokratischen Beteiligungs- und Mitwirkungsrechte von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf Landes- und auf kommunaler Ebene gemäß des am 01.04.2024 verabschiedeten Jugendbeteiligungs- und Vielfaltgesetzes verbindlich auszugestalten,</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="28"><li>die Arbeit der Landeszentrale für politische Bildung und die Jugendverbandsförderung auszubauen und aufgabengerecht zu finanzieren,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="29"><li>sich auf Bundesebene für eine zügige Verabschiedung des Gesetzes zur Stärkung von Maßnahmen zur Demokratieförderung, Vielfaltgestaltung, Extremismusprävention und politischen Bildung (Demokratiefördergesetz) einzusetzen,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Teilhabe sichern, Qualität demokratischer Entscheidungen verbessern</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="30"><li>demokratische Teilhabe zu erleichtern, z.B. indem geloste Bürger*innenräte im Land und in den Kommunen finanziell abgesichert und zu drängenden Fragen eingerichtet werden,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="31"><li>die Qualität demokratischer Entscheidungen durch eine stärkere Orientierung an wissenschaftlichen Erkenntnissen (Evidenzbasiertheit) und mehr Transparenz zu verbessern, hierzu sind alle notwendigen Datengrundlagen zu schaffen und moderne Berichtswesen in allen Politikfeldern einzurichten,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Herausforderungen solidarisch angehen </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="32"><li>sich auf Bundesebene für eine umfassende Umverteilung einzusetzen, zentral sind hierbei eine angemessene Besteuerung von Super-Reichen und exorbitanten Unternehmensgewinnen, sowie eine wirkungsvolle Steuerprüfung und Steuerfahndung,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="33"><li>für gleiche, umfassende Bildungs- und Lebenschancen für alle jungen Menschen im Land Sorge zu tragen,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Klimaschutz, Zusammenhalt und Wirtschaftsförderung zusammen denk</strong><strong>en</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="34"><li>die Wirtschaft im Land noch umfassender zu unterstützen, sodass neue Unternehmensansiedlungen realisiert, das Handwerk gestärkt und die Transformation zu einer klimaneutralen Wertschöpfung gewinnbringend gestaltet werden kann,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="35"><li>die wirtschaftliche Teilhabe für Bürger*innen an Erneuerbaren Energien und zu erleichtern und zu fördern,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="36"><li>sich auf Bundesebene für die erstmalige Auszahlung eines sozialen Klimageldes spätestens zum 1. Januar 2025 einzusetzen und dafür Sorge zu tragen, dass jährlich ausreichend finanzielle Mittel aus den Einnahmen der CO2-Bepreisung bereitstehen,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Gleichwertige Lebensverhältnisse im ganzen Land befördern</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="37"><li>die Kommunen finanziell dabei zu unterstützen, ihren Aufgaben in der Daseinsfürsorge umfassend nachkommen zu können,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="38"><li>die Gemeinwohlorientierung im Gesundheitswesen zu stärken und den Trend hin zur Privatisierung umzukehren, für eine schnellstmögliche und flächendeckende Modernisierung und Instandhaltung der kommunalen und landeseigenen Infrastruktur Sorge zu tragen und die notwendigen Finanzmittel einzuwerben,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="39"><li>bedingungslose Begegnungsorte und das Ehrenamt für alle Generationen in Kommunen finanziell zu unterstützen und auch in ländlichen Regionen zu fördern,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="40"><li>Mobilität als Grundrecht für alle anzuerkennen und für alle Menschen in Mecklenburg-Vorpommern zu garantieren.</li></ol></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 13 Apr 2024 11:28:41 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>V2_modÜ: Chancen, Risiken und Folgen aller Züchtungstechniken nach wissenschaftlichen Kriterien gleichberechtigt prüfen – Wahlfreiheit sichern!</title>
                        <link>https://ldr2024.antragsgruen.de/ldr2024/motion/70742</link>
                        <author>LAG WHT (dort beschlossen am: 21.03.2024)</author>
                        <guid>https://ldr2024.antragsgruen.de/ldr2024/motion/70742</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Landesverband Bündnis 90/Die Grünen Mecklenburg-Vorpommern setzt sich mit seinen Gremien dafür ein, dass Chancen, Risiken und Folgen aller Züchtungsverfahren nach wissenschaftlichen Kriterien unabhängig von der Züchtungsmethode geprüft werden. Insbesondere braucht es eine Betrachtung der ökologischen Auswirkungen, zum Beispiel über ein Umweltmonitoring.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir unterstützen die Bestrebungen des Europäischen Parlaments für eine evidenzbasierte Regulierung von Pflanzen, die mithilfe neuer genomischer Techniken gezüchtet wurden, dabei sind uns folgende Aspekte wichtig:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>1 Vorsorgeprinzip</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Vorsorgeprinzip ist für uns ein wichtiger Maßstab bei der Bewertung von allen Technologien, um Gefahren für Mensch und Umwelt soweit wie möglich auszuschließen. Es gilt daher, Zulassungsverfahren mit Risikoprüfungen auf umfassender wissenschaftlicher Basis anzuwenden. Entsprechend braucht es eine Stärkung der Risiko- und Nachweisforschung. Das Vorsorgeprinzip fordert in der europäischen Definition von 2000 eine möglichst umfassende wissenschaftliche Bewertung und dabei auch eine Ermittlung des Ausmaßes der wissenschaftlichen Unsicherheit. Die nationale, europäische und internationale Wissenschaft ist eindeutig: Entscheidend für die Betrachtung der Risiken ist der Organismus und nicht sein Herstellungsprozess.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>2 Koexistenz und Wahlfreiheit</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Landwirtschaftlichen Betrieben, die gentechnikfrei wirtschaften wollen, muss ermöglicht werden, dies sicher tun zu können. Mit Haftungs- und Abstandsregeln sowie einer Kennzeichnungspflicht wollen wir Koexistenz und Wahlfreiheit sichern. Zudem wollen wir, dass sich bestimmte Zonen als gentechnikfrei erklären können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>3 Forschung</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Zuge der Klimafolgenanpassung müssen die Erforschung und Entwicklung agrarökologischer Systeme und Anbaumethoden, sowie ihre regionale Anpassung und Umsetzung im Kampf gegen Klimawandel, Krankheiten, Trockenheit, Vernässung oder Versalzung forciert werden. Auch Mecklenburg-Vorpommern trägt dabei die Verantwortung, die Landesforschung auskömmlich zu finanzieren, sodass auch eine Beteiligung an bundesweiten Forschungsprojekten möglich ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Erhaltung, Verbesserung und Zugänglichkeit von vielfältigem Saatgut muss durch mehr staatliche Forschung und Förderung von robusten, standort- und klimaangepassten Sorten langfristig gesichert werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Unser Ziel bleibt, dass nachhaltige Innovationen in der europäischen Landwirtschaft ermöglicht werden. Insbesondere über öffentlich finanzierte Forschung werden wir die Chancen und Risiken neuer Pflanzensorten für eine nachhaltige Landwirtschaft untersuchen. Die gleichberechtigte Erforschung aller Züchtungsmethoden bietet Chancen für eine deutlich schnellere Entwicklung resilienter, klimaangepasster Sorten und höhere Erträge.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 12 Apr 2024 21:50:33 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>V1-Ä1/V2-Ä1: Wissenschaftsbasierte Positionierung zur EU-Gentechnikregulierung: Chancen, Risiken und Folgen aller Züchtungstechniken gleichberechtigt prüfen – Wahlfreiheit sichern!</title>
                        <link>https://ldr2024.antragsgruen.de/ldr2024/wissenschaftsbasierte-positionierung-zur-eu-gentechnikregulierung-cha-23502</link>
                        <author>Landesvorstand (dort beschlossen am: 11.04.2024)</author>
                        <guid>https://ldr2024.antragsgruen.de/ldr2024/wissenschaftsbasierte-positionierung-zur-eu-gentechnikregulierung-cha-23502</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Landesverband Bündnis 90/Die Grünen Mecklenburg-Vorpommern setzt sich mit seinen Gremien für ein Zulassungsverfahren unabhängig von der Züchtungsmethode ein. Im Zulassungsverfahren müssen Chancen-, Risiken und Folgen geprüft werden. Insbesondere braucht es eine Betrachtung der ökologischen Auswirkungen, zum Beispiel über ein Umweltmonitoring.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir unterstützen die Bestrebungen der EU-Kommission und des Europäischen Parlaments für eine evidenzbasierte Regulierung von Pflanzen, die mithilfe neuer genomischer Techniken gezüchtet wurden, sind uns folgende Aspekte wichtig:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>1. Vorsorgeprinzip</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Vorsorgeprinzip ist für uns ein wichtiger Maßstab bei der Bewertung von neuen Technologien. Es fordert in der europäischen Definition von 2000 eine möglichst umfassende wissenschaftliche Bewertung und dabei auch eine Ermittlung des Ausmaßes der wissenschaftlichen Unsicherheit. Die nationale, europäische und internationale Wissenschaft ist eindeutig: Entscheidend für die Betrachtung der Risiken ist der Organismus und nicht sein Herstellungsprozess.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>2 Koexistenz und Wahlfreiheit</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der aktuelle Entwurf des Europäischen Parlamentes fordert Bestimmungen für eine nachhaltige und transparente Landwirtschaft und soll Betrieben ermöglichen, die gentechnikfrei wirtschaften wollen, dies sicher tun zu können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um Koexistenz und Wahlfreiheit zu sichern, fordern wir insbesondere:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li>die Beibehaltung geltender Haftungs- und Abstandsregeln zwischen NTG1-Planzen und Gentechnikfreier Landwirtschaft analog zu den geltenden Regelungen zwischen GVO-Landwirtschaft und Gentechnikfreier Landwirtschaft;</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li>die Möglichkeit zu erhalten, dass sich bestimmte Zonen als Gentechnik frei erklären;</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li>eine aussagekräftige Kennzeichnungspflicht vom Saatgut bis zum Endprodukt, d.h. dem Lebens- bzw. Futtermittel.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>3. Patentfrage</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern ein Patentverbot für sogenannte naturidentische Pflanzenzüchtungen, kurz NGT1. Das ist auch Position des EU-Parlaments.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Verfügbarkeit von Saatgut muss für alle gesichert sein, um die biologische Vielfalt zu erhalten. Der Vorschlag der EU-Kommission darf dahinter nicht zurückbleiben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>4. Forschung</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Zuge der Klimafolgenanpassung müssen die Erforschung und Entwicklung agrarökologischer Systeme und Anbaumethoden, sowie ihre regionale Anpassung und Umsetzung im Kampf gegen Klimawandel, Krankheiten, Trockenheit, Vernässung oder Versalzung forciert werden. Auch Mecklenburg-Vorpommern trägt dabei die Verantwortung, die Landesforschung auskömmlich zu finanzieren, sodass auch eine Beteiligung an bundesweiten Forschungsprojekten möglich ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Erhaltung, Verbesserung und Zugänglichkeit von vielfältigem Saatgut muss durch mehr staatliche Forschung und Förderung von robusten, standort- und klimaangepassten Sorten langfristig gesichert werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Unser Ziel bleibt, dass nachhaltige Innovationen in der europäischen Landwirtschaft ermöglicht werden. Insbesondere über öffentlich finanzierte Forschung werden wir die Chancen und Risiken neuer Pflanzensorten für eine nachhaltige Landwirtschaft unabhängig von ihrer Züchtungsmethode untersuchen. Entsprechend braucht es auch eine Stärkung der Risiko- und Nachweisforschung. Die gleichberechtigte Erforschung aller Züchtungsmethoden bietet Chancen für eine deutlich schnellere Entwicklung resilienter, klimaangepasster Sorten und höhere Erträge.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>erfolgt mündlich.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Hinweis: Der Änderungsantrag ist jeweils eine Globalalternative zu den Anträgen V1 und V2.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 11 Apr 2024 14:38:48 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>L1: Demokratie verteidigen - Rechtsextremismus und soziale Ungleichheit bekämpfen</title>
                        <link>https://ldr2024.antragsgruen.de/ldr2024/motion/70140</link>
                        <author>Landesvorstand, Constanze Oehlrich, Harald Terpe, Jutta Wegner, Hannes Damm (dort beschlossen am: 22.03.2024)</author>
                        <guid>https://ldr2024.antragsgruen.de/ldr2024/motion/70140</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Viele Millionen Menschen haben in den vergangenen Wochen für unsere Demokratie und gegen Rechtsextremismus demonstriert. Auch in Mecklenburg-Vorpommern waren von den großen Städten bis in die Dörfer tausende Menschen auf der Straße, um sich gegen das zu positionieren, was seit Jahren unser gesellschaftliches Miteinander vergiftet und immer offener zutage tritt: rassistische Übergriffe, demokratiefeindliche Äußerungen und bewaffnete Rechtsextreme, die einen Umsturz planen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir solidarisieren uns mit diesen Protesten und leiten daraus einen politischen Handlungsauftrag ab. Wir bekämpfen einerseits die gefestigten rechtsextremen Strukturen wirkungsvoll und gehen gleichzeitig die Herausforderungen an, die ihm Nährboden bieten. Denn die soziale Ungleichheit, die gerade in Mecklenburg-Vorpommern mit den Städten mit der höchsten Segregation, den niedrigsten Löhnen und zum Teil abgehängten Dörfern sichtbar wird, befeuert die Zustimmung zu Populismus und Autoritarismus.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zwei Bereiche, sich ausbreitender Rechtsextremismus und soziale Ungleichheit, die sich bedingen und die jeder für sich politisch beantwortet werden müssen, um Sicherheit zu geben. Wir müssen unsere demokratischen Institutionen sichern und schützen und der Verunsicherung in der Bevölkerung entgegenwirken, um den rechtsextremen, demokratiefeindlichen Erzählungen endlich den Nährboden zu entziehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Landesdelegiertenrat von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Mecklenburg-Vorpommern beschließt:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern die Landesregierung dazu auf</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>I.</strong><strong> Demokratie stärken und Rechtsextremismus bekämpfen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Gesamtstrategie gegen Rechtsextremismus erarbeiten</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li>eine ressortübergreifende Gesamtstrategie gegen Rechtsextremismus zu erarbeiten und regelmäßig fortzuschreiben: Alle zur Verfügung stehenden rechtsstaatlichen Mittel sind einzusetzen, um gegen eine weitere Ausbreitung und die fortschreitende Radikalisierung der rechtsextremen Szene vorzugehen.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Rechtsstaatliche Mittel gegen die AfD und ihr Umfeld ausschöpfen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li>sich im Bundesrat für eine umfassende Prüfung der Erfolgsaussichten eines AFD-Verbotsverfahrens vor dem Bundesverfassungsgericht und, wenn möglich für dessen Einleitung, einzusetzen und sich mit der gesamten Landesregierung zur Verfügung stehenden Material aktiv an der Prüfung der Erfolgsaussichten zu beteiligen,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li>Vereinsverbote von Vorfeldorganisationen der AfD wie z.B. der Identitären Bewegung oder der Jungen Alternative zu prüfen,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="4"><li>Finanzierungsströme im Rechtsextremismus konsequent offen zu legen und alle rechtlichen Mittel auszuschöpfen, diese zu unterbinden,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="5"><li>Strategien von und Gefahren durch rechtsextremistische Akteur*innen klar zu benennen und die Öffentlichkeit darüber aufzuklären,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="6"><li>eine Änderung des Landesverfassungsschutzgesetzes vorzunehmen, die dem Verfassungsschutz die so genannte Verdachtsberichterstattung gestattet, diesem also erlaubt, die Öffentlichkeit über eine Einstufung der AfD als rechtsextremer Verdachtsfall zu informieren,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Sicherheitsbehören modernisieren, rechte Bedrohungen zurückdrängen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="7"><li>dafür zu sorgen, dass sich der Rechtsextremismus als größte Gefahr für unsere Demokratie auch in der Schwerpunktsetzung und der Stellenorganisation der Sicherheitsbehörden widerspiegelt,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="8"><li>die Sicherheitsbehörden unseres Landes dazu zu befähigen, rechtsextreme Netzwerke und Strukturen schneller zu erkennen, sie umfassend zu analysieren und konsequent aufzulösen,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="9"><li>zu verhindern, dass V-Leute ihre Tätigkeit beziehungsweise zur Verfügung gestellte Ressourcen als Strukturhilfe für die rechtsextreme Szene missbrauchen,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="10"><li>nicht vollstreckte Haftbefehle gegen Rechtsextreme zeitnah zu vollstrecken,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="11"><li>eine unabhängige „Forschungsstelle Demokratie” einzurichten, die wissenschaftliche Analysen demokratiefeindlicher und -gefährdender Bestrebungen erarbeitet, der Öffentlichkeit durch Publikationen und Bildungsangebote zugänglich macht und somit auch dem Verfassungsschutz eine wissenschaftsbasierte Grundlage für seine Aufgaben bietet,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="12"><li>die Erstellung eines periodischen Sicherheitsberichts gesetzlich zu verankern, um über eine verstärkte Dunkelfeldforschung weitere Erkenntnisse zu der Entwicklung der Fallzahlen bei rassistisch und antisemitisch motivierten Straftaten zu erlangen,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="13"><li>für eine konsequente Entwaffnung bekannter Rechtsextremist*innen in Mecklenburg-Vorpommern zu sorgen und sich hierfür unter anderem auf Bundesebene für eine Verschärfung des Waffengesetzes einzusetzen, bei der insbesondere der bisherige Regelversagungsgrund der verfassungsfeindlichen Betätigung zu einem absoluten Versagungsgrund nach § 5 Absatz 1 des Waffengesetzes heraufgestuft wird,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Staatliche Institutionen vor Verfassungsfeind*innen schützen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="14"><li>im öffentlichen Dienst, unter anderem durch eine Änderung des Landesdisziplinargesetzes, Mechanismen einzurichten, die eine kontinuierliche Überprüfung der Verfassungstreue von Bediensteten gewährleisten, mit dem Ziel, Verfassungsfeind*innen aus dem öffentlichen Dienst konsequent zu entlassen</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="15"><li>zu prüfen, durch welche gesetzgeberischen Maßnahmen die Unabhängigkeit des Landesverfassungsgerichts nachhaltig geschützt werden kann, und dem Landtag zeitnah einen entsprechenden Vorschlag zu unterbreiten,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Rechte von Betroffenen rechter Gewalt schützen und ausbauen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="16"><li>die Förderung von Melde- und Anlaufstellen für Betroffene rechter Gewalt und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit zu verstetigen und auszubauen,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="17"><li>nach dem Beispiel Brandenburgs ein Bleiberecht für Betroffene von rassistischen, rechtsextremistischen und fremdenfeindlichen Gewalttaten zu schaffen und zu diesem Zweck die Ausländerbehörden im Erlasswege anzuweisen, Abschiebungen nach § 60a Absatz 2 Satz 3 des Aufenthaltsgesetzes in diesen Fällen auszusetzen,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Aufarbeitung und Erinnerung ausweiten</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="18"><li>die Förderung der Aufarbeitungs-, Erinnerungs- und Gedenkstättenarbeit auszubauen,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="19"><li>sich umfassend an der lückenlosen Aufklärung der rechtsextremen Gewalttaten des NSU zu beteiligen, für das Versagen der Sicherheitsbehörden eine Mitverantwortung zu übernehmen und daraus Lehren für die künftige Sicherheitsarchitektur zu ziehen,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Rechte von Menschen mit Migrationsgeschichte ausbauen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="20"><li>im Integrations- und Teilhabegesetz für die Kommunen verpflichtende Regelungen über die Einrichtung von kommunalen Beiräten für Migration und Integration und die Benennung von kommunalen Integrationsbeauftragten vorzusehen,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="21"><li>sich zum neuen Einbürgerungsrecht des Bundes zu bekennen und nach dem Beispiel Hessens die Förderung der Einbürgerung als Aufgabe der Landesregierung im Integrations- und Teilhabegesetz festzuschreiben,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>II. </strong><strong>Demokratiefeindlichkeit mit einer Stärkung der sozialen Infrastruktur begegnen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Arbeit fair bezahlen und Armut abwenden</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="22"><li>geeignete Maßnahmen auf Landesebene zu ergreifen, mit denen die Armut in Mecklenburg-Vorpommern, insbesondere die Armut von Kindern und älteren Mitgliedern der Gesellschaft, zeitnah und deutlich reduziert werden kann,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="23"><li>sich für eine umfassende Tarifbindung und gute Löhne einzusetzen,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="24"><li>sich für ein sanktionsfreies Bürgergeld einzusetzen,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Demokratische Kultur stärken</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="25"><li>die Förderung von Demokratieprojekten zu verstetigen und auszubauen,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="26"><li>Medien- und Digitalkompetenz sowohl in den Schulen vertiefend zu vermitteln als auch umfassend in der Erwachsenenbildung zu integrieren, unter anderem, um als Gesellschaft mit Desinformation und Fake-News einen demokratischen Umgang zu finden</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="27"><li>die demokratischen Beteiligungs- und Mitwirkungsrechte von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf Landes- und auf kommunaler Ebene verbindlich auszugestalten,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="28"><li>die Arbeit der Landeszentrale für politische Bildung auszubauen und aufgabengerecht zu finanzieren,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="29"><li>sich auf Bundesebene für eine zügige Verabschiedung des Gesetzes zur Stärkung von Maßnahmen zur Demokratieförderung, Vielfaltgestaltung, Extremismusprävention und politischen Bildung (Demokratiefördergesetz) einzusetzen,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Teilhabe sichern, Qualität demokratischer Entscheidungen verbessern</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="30"><li>demokratische Teilhabe zu erleichtern, z.B. indem geloste Bürger*innenräte im Land und in den Kommunen finanziell abgesichert und zu drängenden Fragen eingerichtet werden,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="31"><li>die Qualität demokratischer Entscheidungen durch eine stärkere Orientierung an wissenschaftlichen Erkenntnissen (Evidenzbasiertheit) und mehr Transparenz zu verbessern, hierzu sind alle notwendigen Datengrundlagen zu schaffen und moderne Berichtswesen in allen Politikfeldern einzurichten,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Herausforderungen solidarisch angehen </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="32"><li>sich auf Bundesebene für eine umfassende Umverteilung einzusetzen, zentral sind hierbei eine angemessene Besteuerung von Super-Reichen und exorbitanten Unternehmensgewinnen, sowie eine wirkungsvolle Steuerprüfung und Steuerfahndung,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="33"><li>für gleiche, umfassende Bildungs- und Lebenschancen für alle jungen Menschen im Land Sorge zu tragen,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Klimaschutz, Zusammenhalt und Wirtschaftsförderung zusammen denk</strong><strong>en</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="34"><li>die Wirtschaft im Land noch umfassender zu unterstützen, sodass neue Unternehmensansiedlungen realisiert, das Handwerk gestärkt und die Transformation zu einer klimaneutralen Wertschöpfung gewinnbringend gestaltet werden kann,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="35"><li>die wirtschaftliche Teilhabe für Bürger*innen an Erneuerbaren Energien und zu erleichtern und zu fördern,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="36"><li>sich auf Bundesebene für die erstmalige Auszahlung eines sozialen Klimageldes spätestens zum 1. Januar 2025 einzusetzen und dafür Sorge zu tragen, dass jährlich ausreichend finanzielle Mittel aus den Einnahmen der CO2-Bepreisung bereitstehen,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Gleichwertige Lebensverhältnisse im ganzen Land befördern</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="37"><li>die Kommunen finanziell dabei zu unterstützen, ihren Aufgaben in der Daseinsfürsorge umfassend nachkommen zu können,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="38"><li>die Gemeinwohlorientierung im Gesundheitswesen zu stärken und den Trend hin zur Privatisierung umzukehren, für eine schnellstmögliche und flächendeckende Modernisierung und Instandhaltung der kommunalen und landeseigenen Infrastruktur Sorge zu tragen und die notwendigen Finanzmittel einzuwerben,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="39"><li>bedingungslose Begegnungsorte und das Ehrenamt für alle Generationen in Kommunen finanziell zu unterstützen und auch in ländlichen Regionen zu fördern,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="40"><li>Mobilität als Grundrecht für alle anzuerkennen und für alle Menschen in Mecklenburg-Vorpommern zu garantieren.</li></ol></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Am 10. Januar 2024 hat das Medienhaus „Correctiv“ seine Recherche „Geheimplan gegen Deutschland“ veröffentlicht. Bei einem Treffen von Mitgliedern der AfD, der CDU, der Identitären Bewegung, der Werteunion und Unternehmer*innen in der Nähe von Potsdam soll der Österreicher Martin Sellner im November vergangenen Jahres seinen Masterplan zur „Remigration“ vorgestellt haben. Die Ansiedlung von Ausländern in Deutschland sei danach „rückabzuwickeln“. Das betreffe Asylbewerber, Ausländer mit Bleiberecht – und „nicht assimilierte Staatsbürger“. „Correctiv“ schreibt dazu, die Teilnehmer*innen hätten nichts Geringeres als die Vertreibung von Millionen von Menschen aus Deutschland geplant. „Das wäre ein Angriff auf das Grundgesetz – auf das Staatsbürgerrecht und auf den Gleichheitsgrundsatz.“ In Folge der Correctiv-Recherche veröffentlichten die ostdeutschen Fraktionsvorsitzenden der AfD am 15. Januar 2024 eine Erklärung, nach der „Remigration“ das Gebot der Stunde sei. Dieses Papier endete mit den Worten: „Wir werden beginnen, sobald wir in Regierungsverantwortung stehen. Deutschland muss wieder deutscher werden.“</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das von Correctiv aufgedeckte Treffen ist nur das prominenteste Beispiel für zahlreiche Vernetzungen von führenden AfD-Mitgliedern mit anderen rechtsextremen Akteur*innen. In den vergangenen Wochen veröffentlichen zahlreiche Medien Recherchen zu ähnlichen Runden, in denen die gleichen Akteure in unterschiedlichen Zusammensetzungen zusammenkamen, Geld sammelten und rechtsextreme Strategien diskutierten. In anderen Folgen seines Podcasts tauschte sich Kramer mit Personen aus, die sich in der Jungen Alternativen sowie den (vom Bundesamt für Verfassungsschutz als rechtsextremer Verdachtsfall eingestuften) Vorfeldorganisationen Ein Prozent e.V. und Institut für Staatspolitik profiliert haben. Das zeigt: die AfD fährt eine Doppelstrategie, indem sie nach öffentlich gewordenen Skandalen ihre Rolle einerseits bewusst relativiert („private Treffen“ u.a.), andererseits aber bewusst ihre Kanäle in rechtsextreme Milieus weiter bedient und ausbaut.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 23. Januar 2024 zum Ausschluss der NPD aus der staatlichen Parteienfinanzierung hat auch Relevanz für mögliche künftige Maßnahmen gegenüber der AfD. Insbesondere hat das Bundesverfassungsgericht die Voraussetzungen für ein Parteiverbot klar herausgearbeitet. Es ist an der Zeit, dieses Instrument zu ziehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Prüfung und anschließend die Einleitung eines Verbotsverfahrens kann nur ein Teil vielfältiger Maßnahmen sein. Denn die AfD ist nur der parlamentarische Arm des Rechtsextremismus in Deutschland. Auch alle anderen rechtsextremen Strukturen wollen wir entschlossen bekämpfen, ihnen finanzielle Mittel entziehen und die Vernetzung erschweren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Neben den Aktivitäten rechtsextremer Akteur*innen haben auch Angst, Stress und Scham erwiesenermaßen Anteil daran, dass Menschen populistische und autoritäre Parteien unterstützen. Um es der AfD und anderen rechtsextremen Akteur*innen möglichst schwer zu machen, mit ihren Methoden zu verfangen, braucht es neben dem sicherheitspolitischen auch einen sozialpolitischen Aufbruch, der die Schere zwischen Arm und Reich schließt, gesellschaftliche und politische Teilhabe garantiert und für eine Gesellschaft der Vielen einsteht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Hintergrund:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das Bundesamt für Verfassungsschutz hat die „Identitäre Bewegung“ im Juli 2019 als gesichert rechtsextremistische Bestrebung eingestuft. In seiner Entscheidung vom 23. Juni 2020 hat das Verwaltungsgericht Berlin diese Einschätzung bestätigt. Die Gruppe verfolge, so das Gericht, Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung. Besonders die zentrale Forderung der „Identitären Bewegung“ nach einer ethnisch-kulturellen Homogenität und dem Erhalt einer ethnischen „Reinheit“ aller Völker würde einzelne Personen oder Gruppen wie Menschen zweiter Klasse behandeln und daher gegen die vom Grundgesetz geschützte Menschenwürde verstoßen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Am 3. März 2021 hat das Bundesamt für Verfassungsschutz die gesamte AfD als rechtsextremistischen Verdachtsfall eingestuft. Das Verwaltungsgericht Köln hat diese Einstufung in seinem Urteil vom 8. März 2022 bestätigt und dies unter anderem darauf gestützt, dass das in den ausgewerteten Äußerungen von AfD-Mitgliedern zutage geförderte Volksverständnis dem im Grundgesetz zum Ausdruck kommenden Verständnis widerspreche und geeignet sei, Zugehörige einer anderen Ethnie auszugrenzen, als Menschen zweiter Klasse zu behandeln und auf diese Weise ihre Menschenwürde zu verletzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Landesverbände der AfD in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind von den dortigen Landesämtern für Verfassungsschutz als gesichert rechtsextreme Bestrebungen eingestuft worden. Mit der Verschwörungserzählung vom „großen Austausch“ positionieren sich diese – innerparteilich tonangebenden – Teile der AfD als politischer Arm diverser rechtsextremer Strömungen. Wie eng die Verbindungen nach Mecklenburg-Vorpommern sind, zeigen die so genannte Dresdner Protestnote der AfD-Fraktionsvorsitzenden vom 4. November 2022, in der diese gegen die „planmäßige Ersetzung der deutschen Bevölkerung durch Migranten“ protestieren und die von den Vorsitzenden der ostdeutschen Landesverbände angeführte Demonstration am 28. September 2023 in Erfurt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Am 26. April 2023 hat das Bundesamt für Verfassungsschutz die „Junge Alternative“ (JA), die Jugendorganisation der AfD als gesichert rechtsextreme Bestrebung eingestuft. Die JA propagiere, so das Bundesamt, ein völkisches Gesellschaftskonzept, das auf biologistischen Grundannahmen beruhe und ein ethnokulturell möglichst homogenes Staatsvolk. Staatsangehörige mit Migrationshintergrund würden als Deutsche zweiter Klasse abgewertet. Ein solches Volksverständnis stehe im Widerspruch zum Grundgesetz. In einem von JA und AfD angestrengten Eilverfahren hat das Verwaltungsgericht Köln diese Einschätzung bestätigt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Am 29. September 2023 hat Nikolaus Kramer, Vorsitzender der Fraktion der AfD im Landtag Mecklenburg-Vorpommern, seinen Podcast „Außerparlamentarischer Widerstand und Regime Change von rechts“ - veröffentlicht. Darin spricht er mehr als eine halbe Stunde lang mit dem Österreicher Martin Sellner, dem ehemaligen Chef der Identitären Bewegung, wie eine rechtsextreme Regierungsübernahme in Deutschland gelingen könnte. Beide machen deutlich, dass AfD und außerparlamentarische rechtsextreme Akteur*innen in ihren jeweiligen Bereichen auf das gleiche Ziel hinarbeiten und hinter den Kulissen zusammenarbeiten, auch wenn sie aus strategischen Gründen meist öffentlich getrennt auftreten.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 22 Mar 2024 22:45:49 +0100</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>V4: Grundsteuerreform jetzt nachjustieren – Wohnen muss bezahlbar bleiben</title>
                        <link>https://ldr2024.antragsgruen.de/ldr2024/motion/70139</link>
                        <author>Kreisverband Rostock (dort beschlossen am: 22.03.2024)</author>
                        <guid>https://ldr2024.antragsgruen.de/ldr2024/motion/70139</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Am 01.01.2025 tritt die neue Grundsteuer in Kraft. Erste Prognosen zu den Auswirkungen der Grundsteuerreform in Mecklenburg-Vorpommern zeigen ein erhöhtes Steueraufkommen bei Wohngrundstücken sowie ein reduziertes Steueraufkommen bei Gewerbegrundstücken. Diese erwartete Verschiebung des Steueraufkommens in Mecklenburg-Vorpommern steht im Einklang mit Berichten aus anderen Bundesländern, welche bei der Grundsteuer ebenfalls auf das Bundesmodell setzen. Praktisch bedeutet dies, das es auch bei der politisch versprochenen aufkommensneutralen Umsetzung der Grundsteuerreform zu einer Verteuerung von Wohnen kommt. Angesichts der in den letzten Jahren gerade in den Städten beobachteten Situation von steigenden Mieten aufgrund von Wohnungsmangel, verschärft eine weitere Verteuerung von Wohnen die soziale Spaltung im Land. Die Kommunen, welche sich zur aufkommensneutralen Umsetzung der Reform verpflichtet haben, stehen dieser Entwicklung bisher machtlos gegenüber.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die einfachste Lösung, die Verteuerung von Wohnen zu verhindern, ist eine bundeseinheitliche Anpassung der Steuermesszahlen, wie sie im Saarland und in Sachsen bereits im Rahmen der Länderöffnungsklausel umgesetzt wurden. Beide Bundesländer haben bereits 2021 die Verteilungswirkung erkannt und die Steuermesszahlen für Nichtwohngrundstücke angepasst. Die Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern hat es versäumt, hier rechtzeitig tätig zu werden. Die Kommunen werden damit bis heute mit den Auswirkungen der Grundsteuerreform alleine gelassen, ohne selbst steuernd eingreifen zu können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Zeit drängt. Um jetzt doch noch eine stärkere Besteuerung von Wohnen zu vermeiden, bleibt nur die Einführung getrennter Hebesätze für Gewerbe- und Wohngrundstücke. Damit ermöglichen wir Kommunen, auf die individuell sehr unterschiedlichen Auswirkungen der Grundsteuerreform zu reagieren und stärken die kommunalen Finanzverwaltungshoheit</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Aktuell gibt es bereits acht verschiedene Grundsteuermodelle in den Bundesländern. Jede weitere Differenzierung führt unweigerlich zu mehr Bürokratie. Die Ermöglichung der Einführung getrennter Hebesätze muss daher als bundeseinheitliche Lösung umgesetzt werden, um eine weitere Zersplitterung der Grundsteuerverfahren zwischen den Ländern zu vermeiden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als Landesverband Mecklenburg-Vorpommern Bündnis 90/Die Grünen fordern wir daher die Landesregierung auf, sich umgehend für eine bundeseinheitliche Regelung einzusetzen, welche Kommunen die Einführung getrennter Hebesätze für unbebaute Grundstücke, Wohngrundstücke und Nichtwohngrundstücke erlaubt.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Mecklenburg-Vorpommern hat sich ebenso wie Berlin, Brandenburg, Bremen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen bei der Umsetzung der Grundsteuerreform für eine Anwendung des Bundesmodells entschieden. Die Frist für die Abgabe der Erklärung des Grundsteuerwerts war der 31.01.2023. Aus ersten Kommunen liegen inzwischen Statistiken vor, wie sich die Messbeträge für die einzelnen Grundstückarten im Vergleich zum alten Grundsteuermodell verändert haben. Der Oberbürgermeister von Schwerin hat sich mit einem entsprechenden Bericht bereits an die Presse gewandt (1). Auch die Zahlen für Rostock zeigen die Tendenz, dass das Wohnen durch die Grundsteuerreform teurer wird. Aus anderen Kommunen sind ähnliche Zahlen zu erwarten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Damit ergibt sich eine Verschiebung des Grundsteueraufkommens von Nichtwohngrundstücken zu Wohngrundstücken. Die Bundesländer Sachsen und das Saarland haben bereits im Jahr 2021 entschieden bei der Bewertung der Grundstücke zwar auf das Bundesmodell zu setzen, die Steuermesszahlen jedoch in einer Landesregelung anzupassen. So gelten im Saarland für nicht überwiegend Wohnzwecken dienende Grundstücke Steuermesszahlen von 0,064 % (Sachsen: 0,072%) , während beim Bundesmodell dort Steuermesszahlen von 0,034 % gelten. Die Steuermesszahlen für überwiegend zu Wohnzwecken genutzte Grundstück sind im Saarland 0,034 %, in Sachsen 0,036 % und im Bundesmodell 0,031%. Entsprechend der Formel Grundsteuerwert x Steuermesszahl x Hebesatz = Grundsteuer ergeben sich so höhere Grundsteuerwerte für Nichtwohngrundstücke, wodurch bei Umsetzung der angekündigten Aufkommensneutralität die Verschiebung des Steueraufkommens von Wohn- zu Nichtwohngrundstücken stark reduziert ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Für eine Anpassung der Steuermesszahlen in Mecklenburg-Vorpommern ist die Zeit jedoch abgelaufen, da die sich der von den Finanzämtern berechnete Steuermesswert als Grundsteuerwert x Steuermesszahl berechnet. Eine Änderung der Steuermesszahl würde also alle bisher verschickten Messwertbescheide hinfällig machen. Damit ist eine Umsetzung der Grundsteuerreform zum 01.01.2025 nicht mehr realisierbar. Um die Verteuerung von Wohnen zu verhindern ohne die Aufkommensneutralität zu gefährden bleibt damit allein die inzwischen auch von NRW geforderte Ermöglichung getrennter Hebesätze (2).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>1: <a href="https://www.svz.de/lokales/schwerin/artikel/neue-grundsteuer-macht-wohnen-in-schwerin-teurer-46566080">https://www.svz.de/lokales/schwerin/artikel/neue-grundsteuer-macht-wohnen-in-schwerin-teurer-46566080</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>2: <a href="https://www.n-tv.de/regionales/nordrhein-westfalen/NRW-Finanzminister-will-Anderung-bei-Grundsteuer-article24818780.html">https://www.n-tv.de/regionales/nordrhein-westfalen/NRW-Finanzminister-will-Anderung-bei-Grundsteuer-article24818780.html</a></p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 22 Mar 2024 21:27:57 +0100</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>V3: Schulsozialarbeit finanziell auf sichere Beine stellen </title>
                        <link>https://ldr2024.antragsgruen.de/ldr2024/motion/70137</link>
                        <author>Brigitte Kowalsky (KV Ludwigslust-Parchim)</author>
                        <guid>https://ldr2024.antragsgruen.de/ldr2024/motion/70137</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><blockquote><p>Der Landesdelegiertenrat beauftragt die Landtagsfraktion sich dafür einzusetzen, dass die Schulsozialarbeit im Land Mecklenburg Vorpommern als Pflichtaufgabe etabliert wird, um die langfristige Finanzierung sicher zustellen.</p></blockquote></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Schulsozialarbeit ist die intensivste Form der Kooperation von Jugendhilfe und Schule. In Deutschland sind seit 2010 alle Schulen an dieser Form der Zusammenarbeit beteiligt. Da die Schulsozialarbeit bisher nicht als Pflichtaufgabe eingestuft ist, sind die Stellen nicht nachhaltig ausfinanziert. Die ESF Finanzierung ist befristet und das bedeutet, dass der finanzielle Anteil der Kommunen immer weiter steigt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Der Bedarf an Schulsozialarbeit ist in den Jahren während und nach Corona stetig angestiegen. Kinder und jugendliche Heranwachsende haben während dieser Zeit ein erhöhtes Stresslabel aufgebaut, was die Zahl der benötigten Stellen weiter ansteigen lässt. Ich bitte um Zustimmung für diesen Antrag, denn unsere Schülerinnen und Schüler haben die bestmögliche Unterstützung und Wertschätzung verdient. Sie sind das Rückgrat unserer Gesellschaft.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 22 Mar 2024 21:04:02 +0100</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>V2: Wissenschaftsbasierte Positionierung zur EU-Gentechnikregulierung</title>
                        <link>https://ldr2024.antragsgruen.de/ldr2024/motion/70128</link>
                        <author>LAG Wissenschaft, Hochschule und Technologie (dort beschlossen am: 21.03.2024)</author>
                        <guid>https://ldr2024.antragsgruen.de/ldr2024/motion/70128</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bei der Debatte um den Einsatz genomischer Techniken in der Landwirtschaft müssen die Chancen, Risiken und Folgen jeder neuen Pflanzensorte im Zentrum stehen, nicht die spezifische Züchtungsmethode. Leitlinien unserer europäischen Agrarpolitik sind Ernährungssicherheit und Nachhaltigkeit. Deswegen unterstützen wir die Bestrebungen der EU-Kommission und des Europäischen Parlaments für eine evidenzbasierte Regulierung von Pflanzen, die mithilfe neuer genomischer Techniken gezüchtet wurden. Diese Methoden bieten Chancen für eine deutlich schnellere Entwicklung resilienter, klimaangepasster Sorten, eine Reduktion des Pestizidbedarfs und höhere Erträge. Der aktuelle Entwurf auf EU-Ebene umfasst auch Bestimmungen für eine nachhaltige und transparente Landwirtschaft und ermöglicht Betrieben, die gentechnikfrei wirtschaften wollen, dies sicher tun zu können. Transparenz und Wahlfreiheit müssen bei allen Futter- und Lebensmitteln sowie beim Saatgut weiterhin sichergestellt werden. Die aktuell geplante Änderung auf EU-Ebene berührt jedoch nicht das geltende Patentrecht. Die Frage der Patentierbarkeit von Pflanzen, die mit neuen Methoden gewonnen wurden, wird mit einem umfassenden Gutachten der EU bis 2026 bewertet. Eine mögliche spätere Änderung des Patentrechtes muss die Zukunft besonders kleiner und mittelständischer Landwirtschafts- und Zuchtbetriebe sowie die Verfügbarkeit vielfältigen Saatguts sicherstellen. Unser Ziel bleibt, dass nachhaltige Innovationen in der europäischen Landwirtschaft ermöglicht werden. Insbesondere über öffentlich finanzierte Forschung werden wir die Chancen und Risiken neuer Pflanzensorten für eine nachhaltige Landwirtschaft unabhängig von ihrer Züchtungsmethode untersuchen.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Der Entwurf der EU für eine evidenzbasierte Regulierung von Pflanzen, die mithilfe neuer genomischer Verfahren gezüchtet wurden (&quot;NGT-Pflanzen&quot;), kommt zur rechten Zeit <sup>(1)</sup>.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Pestizidreduktion, Klimaanpassung und Welternährung erfordern den Einsatz neuer und schneller Technologien in der Landwirtschaft. Zwischen Ökologie und Technologie passt kein „oder“. Nicht die Technologie, sondern ihre Chancen, Risiken und Folgen stehen im Zentrum. Gerade in Hinblick auf Ernährungssicherheit und Nachhaltigkeit bieten die neuen genomischen Verfahren und der Einsatz von den damit gezüchteten NGT-Pflanzen entscheidende Vorteile, die auch in der EU genutzt werden sollten. Im Hinblick auf das Vorsorgeprinzip ist auch zu bedenken, dass auch die Nicht-Nutzung neuer Technologien ein Risiko darstellt und in diesem speziellen Fall dem Vorsorgeprinzip zuwiderlaufen würde.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Statt den Fokus auf die Züchtungsmethode zu legen, sollten die Merkmale einer Pflanze bewertet werden, da diese für das endgültige Produkt wesentlich wichtiger sind als die Technologie, die zu ihrer Herstellung genutzt wurde.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Es ist längst überfällig, dass Pflanzen, die auch auf natürliche Weise und durch „klassische“ Züchtungsmethoden entstehen könnten, auch wie solche reguliert werden. Europa zieht hier nun endlich mit anderen Regionen gleich. Hinsichtlich der Sicherheit gibt es keine Unterschiede, wie die Risikoforschung auf umfassender wissenschaftlicher Basis immer wieder bestätigt hat.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die bisherige EU-Gesetzgebung von vor 20 Jahren hatte zuletzt die Entwicklungen neuer Züchtungsmethoden und den wissenschaftlichen Erkenntnisstand nicht mehr abgebildet und genetisch Gleiches gesetzlich ungleich reguliert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Mithilfe der neuen genomischen Methoden sollte nun in Europa schnell an nachhaltigeren Sorten und Anbauweisen geforscht werden. Insbesondere für die starke öffentliche Forschung entstehen neue Chancen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Es ist sehr zu begrüßen, dass der Vorschlag die Regulierung an nachhaltige Eigenschaften knüpft und bei dem Saatgut durch eine verbindliche Kennzeichnung dem Ökolandbau durch Transparenz eine Gewähr für die Koexistenz gibt. So wird die Wahlfreiheit der Verbraucher*innen mit Leben gefüllt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Wissenschaft ist sich einig: Neue Gentechnik muss neu reguliert werden <sup>(2, 3, 4, 5)</sup>. Ebenso sieht die am 14.06.2023 von der Bundesregierung vorgestellte Nationale Sicherheitsstrategie vor, die &quot;Rahmenbedingungen für Züchtungsforschung zu verbessern. So kann unter anderem die Züchtung von klima- und standortangepassten, robusten und ertragreichen Sorten vorangebracht werden. Deutschland kann hier in Europa eine Vorreiterrolle in der Forschung einnehmen&quot; <sup>(6)</sup>.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das alte Mantra &quot;Gentechnikfreiheit&quot; in der Landwirtschaft ist längst vom Konsens der Wissenschaft überholt worden - wir sollten mit Risiken verantwortungsvoll umgehen und zugleich den Fortschritt unterstützen, anstatt ihn aus Prinzip zu behindern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Quellen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>(1) <a href="https://food.ec.europa.eu/plants/genetically-modified-organisms/new-techniques-biotechnology_de">https://food.ec.europa.eu/plants/genetically-modified-organisms/new-techniques-biotechnology_de</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>(2) <a href="https://www.leopoldina.org/presse-1/nachrichten/dfg-und-leopoldina-unterstuetzen-vorschlag-der-eu-kommission-zum-umgang-mit-neuen-gentechnikmethoden-in-pflanzenzucht/">https://www.leopoldina.org/presse-1/nachrichten/dfg-und-leopoldina-unterstuetzen-vorschlag-der-eu-kommission-zum-umgang-mit-neuen-gentechnikmethoden-in-pflanzenzucht/</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>(3) <a href="https://genomeditierungu-g7a62amrcf.live-website.com/wgg-vbio-fuer-eine-evidenzbasierte-reform-des-europaeischen-gentechnikrechts-fuer-ngt-pflanzen/">https://genomeditierungu-g7a62amrcf.live-website.com/wgg-vbio-fuer-eine-evidenzbasierte-reform-des-europaeischen-gentechnikrechts-fuer-ngt-pflanzen/</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>(4) <a href="https://www.supportprecisionagriculture.org/nobel-laureate-gmo-letter_rjr.html">https://www.supportprecisionagriculture.org/nobel-laureate-gmo-letter_rjr.html</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>(5) <a href="https://germany.representation.ec.europa.eu/news/studie-der-eu-kommission-zu-gentechnik-fur-neue-verfahren-braucht-es-neue-regeln-2021-04-29_de">https://germany.representation.ec.europa.eu/news/studie-der-eu-kommission-zu-gentechnik-fur-neue-verfahren-braucht-es-neue-regeln-2021-04-29_de</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>(6) <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/20/072/2007220.pdf">https://dserver.bundestag.de/btd/20/072/2007220.pdf</a></p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 22 Mar 2024 14:44:01 +0100</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>V1: Aushöhlung des EU-Gentechnikrechts abwenden, Wahlfreiheit sichern, Kennzeichnung und Risikoprüfung aller Gentechnikpflanzen erhalten!</title>
                        <link>https://ldr2024.antragsgruen.de/ldr2024/aushohlung-des-eu-gentechnikrechts-abwenden-wahlfreiheit-sichern-ken-13293</link>
                        <author>LAG Landwirtschaft und Naturschutz (dort beschlossen am: 21.03.2024)</author>
                        <guid>https://ldr2024.antragsgruen.de/ldr2024/aushohlung-des-eu-gentechnikrechts-abwenden-wahlfreiheit-sichern-ken-13293</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Landesdelegiertenrat von Bündnis 90/Die Grünen Mecklenburg-Vorpommern möge beschließen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>1.) Der Landesverband Bündnis 90/Die Grünen Mecklenburg-Vorpommern lehnt die ursprünglichen Pläne der EU-Kommission ab, mit der eine weitgehende Deregulierung der so genannten Neuen Gentechnik erfolgen soll. Die zunehmende Patentierung von Saatgut muss gestoppt werden!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>2.) Der Landesverband Bündnis 90/Die Grünen Mecklenburg-Vorpommern setzt sich mit seinen Gremien dafür ein, dass die Praktiken der „Neuen Gentechnik“ rechtssicher geregelt werden. Es muss mit einem klaren gesetzlichen Rahmen grundsätzlich gesichert werden, dass<br><br>
- das Vorsorgeprinzip bei der Regulierung der Gentechnik erhalten bleibt<br>
- die umfassende Risikoprüfung für Mensch und Umwelt nicht aufgeweicht wird<br>
- Rückverfolgbarkeit und Umweltmonitoring gesichert wird<br>
- die ökologische Landwirtschaft durch die Anwendung entsprechender Nachweisverfahren und Haftungsregelungen vor Verunreinigungen durch gentechnisch veränderte Pflanzen aller Art geschützt bleibt<br>
- eine Kennzeichnungspflicht für Lebens- und Futtermittel auch bei Anwendung der molekularbiologischen Methoden der „Neuen Gentechnik“ gilt und<br>
- Verbraucherinnen und Verbraucher damit weiter frei wählen können, ob sie gentechnisch veränderte Lebensmittel konsumieren möchten oder nicht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>3.) Der Landesverband Bündnis 90/Die Grünen Mecklenburg-Vorpommern fordert die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern auf, im Zuge der Klimafolgenanpassung die Erforschung und Entwicklung agrarökologischer Systeme und Anbaumethoden, sowie ihre regionalen Anpassung und Umsetzung im Kampf gegen Klimawandel, Krankheiten, Trockenheit, Vernässung oder Versalzung zu forcieren. Dazu gehört eine auskömmliche Finanzierung der Landesforschung, die auch eine Beteiligung an bundesweiten Forschungsprojekten garantiert. Die Erhaltung, Verbesserung und Zugänglichkeit von vielfältigem Saatgut muss durch mehr staatliche Forschung und Förderung von klassischer Zucht robuster, standort- und klimaangepasster Sorten langfristig gesichert werden.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Der Europäische Gerichtshof (EuGH) urteilte 2018, dass Lebensmittel, die mit Methoden der so genannten Neuen Gentechnik produziert werden, ebenfalls als gentechnisch veränderte Produkte gelten und nicht ungekennzeichnet in die Supermärkte gelangen dürfen. Die „Neue Gentechnik“ fällt damit auch unter die vergleichsweise strengen Regeln des EU-Gentechnikrechts.<br><br>
Im Widerspruch zu dieser Rechtssprechung des EuGH wurde im Juli 2023 durch die EU-Kommission ein Vorschlag für ein Gesetz vorgelegt, das den Anbau und die Vermarktung von fast allen Produkten aus „Neuer Gentechnik“ weitestgehend deregulieren soll. Das heißt: das bisher vergleichsweise strenge EU-Gentechnikrecht soll bei Anwendung der „Neuen Gentechnik“ aufgeweicht werden. Es besteht die Gefahr, dass Verbraucherinnen und Verbraucher aufgrund fehlender Kennzeichnung nicht mehr selber entscheiden können, ob sie gentechnisch veränderte Produkte kaufen wollen oder nicht.<br><br>
Zahlreiche Agrar- und Umweltpolitiker*innen von Bündnis 90/Die Grünen sowie viele Landwirtschafts-, Umwelt- und Verbraucherschutzorganisationen kritisieren dieses Vorgehen und setzen sich seit Monaten für die Beibehaltung der EU-Standards bei der Bewertung von gentechnisch veränderten Pflanzen ein. Sie fordern ein verpflichtendes Zulassungsverfahren mit einer Risikoprüfung und Nachweisverfahren, die eindeutige Kennzeichnung von Produkten aus gentechnisch veränderten Pflanzen, Regeln für die Koexistenz von Landwirtschaft mit und ohne Gentechnik sowie die Wahrung des Vorsorgeprinzips.<br><br>
Das Vorsorgeprinzip ist eines der Hauptprinzipien des EU-Rechts. Es dient der Risiko- bzw. Gefahrenvorsorge und wird in Artikel 191 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) festgelegt. Mögliche Belastungen bzw. Schäden für die Umwelt bzw. die menschliche Gesundheit, die durch die Einführung von Technologien entstehen können, sollen im Voraus vermieden oder weitestgehend verringert werden. Daher müssen Maßnahmen zum Schutz von Umwelt und menschlicher Gesundheit ergriffen werden.<br><br>
Nach intensiven Beratungen in den Fachausschüssen hat das Plenum des Europäischen Parlaments am 7. Februar 2024 in Straßburg mehrheitlich für eine tiefgreifende Deregulierung der Neuen Gentechnik gestimmt. Damit wurde den Warnungen und Forderungen aus der Zivilgesellschaft weitgehend eine Absage erteilt. Einzelne Teilerfolge erzielten Änderungsanträge, mit denen die Kennzeichnungspflicht sämtlicher NGT-Pflanzen entlang der Wertschöpfungskette sowie eine verpflichtende Rückverfolgbarkeit beschlossen wurden.<br><br>
Trotz dieser Teilerfolge bleiben jedoch grundlegende Mängel bestehen. Dazu gehören die fehlende Risikoprüfung und Anbauauflagen für die Marktzulassung und den Anbau von gentechnisch veränderten Wildpflanzen, Bäumen und Algen. Auch sollen Pflanzen aus der so genannten NGT 1-Kategorie, für die bisher die Regeln des EU-Gentechnikrechts galten, künftig von den Regeln des EU-Gentechnikrechts ausgenommen werden. Dazu werden Pflanzen gezählt, die „auch natürlich oder durch konventionelle Züchtung“ erzeugt werden könnten. Bis zu 20 „kleine“ Veränderungen am Erbgut sollen tolerabel sein. Aber schon eine einzelne kleine Veränderung kann große Auswirkungen im Organismus haben. Diese Einteilung ist deswegen wissenschaftlich fragwürdig.<br><br>
Nach der Entscheidung des EU-Parlaments müssen sich nun die Agrarministerinnen- und -minister verständigen. Für eine gemeinsame Position braucht es eine qualifizierte Mehrheit. Um doch noch die Rechte der ökologischen Landwirtschaft und die der Verbraucher*innen vollständig zu wahren, sind deshalb die kommenden Monate entscheidend. Der Landesverband Bündnis 90/Die Grünen Mecklenburg-Vorpommern sollte dahingehend klar Position beziehen.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 22 Mar 2024 14:17:51 +0100</pubDate>
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